Zugspitze durch das Reintal
Der Weg der Erstbesteiger - in 2 Tagen auf die Zugspitze.
Die Erstbesteigung der Zugspitze gelang am 27. August 1820 dem Leutnant Josef Naus mit seinem Bergführer Johann Georg Tauschl und Naus’ Messgehilfen und Offiziersburschen Maier.
Dieser Anstieg ist der leichteste (aber relativ lange) Weg auf den höchsten Gipfel Deutschlands.
Er nutzt geschickt die „Schwachstellen“ des Berges und nähert sich dem Gipfel in einem weiten Bogen zuerst von Norden, dann von Osten, um schlussendlich nach einer traumhaften Wanderung von Süden, über steile Schrofen und Felsen den Gipfel zu erreichen.
Am ersten Tag wanderst du durch das verschlungene Reintal bis zur gleichnamigen Hütte auf über 1.300 m Höhe. Dabei überwindest du mehr flache Kilometer als steile Höhenmeter. Am zweiten Tag ist Gipfeltag – vorbei an der Knorrhütte gehts durch ehemaliges Gletschergelände über Moränen und Geröll zum Sonnalpin. Hier kannst du für die letzten steilen und anspruchsvollsten Meter die Gletscherbahn benutzen, ansonsten wanderst du auf gut gesicherten, aber teilweise exponierten Steigen bis zur Gipfelterrasse der Zugspitze.
Du willst mehr zur Zugspitze wissen?
Storys zur Zugspitze und die 10 besten Anstiege findest du auf vivalpin.blog
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Programm und Ablauf
- Bergführer:in mit den entsprechenden Qualifikationen
- 1x Übernachtung auf der Reintalangerhütte
- Reichhaltiges Frühstück und mehrgängiges Abendmenü
- Leki Trekkingstöcke leihweise
- Kostenlose Teilnahme am Online Training: Alpenüberquerung – Vorbereitung (1 h)
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Zusatzkosten
- Talfahrt mit der Seilbahn Zugspitze
- Eintritt Partnachklamm
- Zwischenverpflegung, Getränke
- Anreise, ev. Parkgebühr
1. Tag: Der Anstieg beginnt gleich mit einem Paukenschlag. Vom sonnigen Skistadion schlendert man inmitten von Touristenströmen eben zur Partnachklamm. Nach der Zahlstelle führt der Weg drahtseil- und geländergesichert durch Stollen, über Stege und massive Felstritte. Man ist gut beraten, dabei die Regenjacke für die schäumende Gischt griffbereit zu haben. Nach einer halben Stunde des Schauens und Staunens kehrt man nach einem letzten Stollen völlig unverhofft ins gleißende Sonnenlicht zurück. Die Partnach wird wieder zum lieblichen Fluss, der träge dahinplätschert. Ohne nennenswerte Steigung wandert man vom Ausgang der Klamm auf breiten Wegen und Forststraßen dahin. Die erste Übernachtungsmöglichkeit, die Bockhütte auf 1.052 m, erreicht man nach gut 3 Stunden. Wenig später verliert sich der Weg in einen schmalen Pfad und eigentlich müsste man in diesem Bereich auf die „Blauen Gumpen“ treffen, die bis vor zwei Jahren noch tiefblau durch den grünen Wald schimmerten. Die starken Niederschläge im Sommer 2005 führten aber zusammen mit Murenabgängen und massiven Überschwemmungen dazu, dass die „Blauen Gumpen“ wohl für immer verschwunden sind. Unser Tagesziel, die idyllisch gelegene Reintalangerhütte auf 1.369 m Höhe, rückt immer näher. Einen Großteil der Strecke hat man hier bereits hinter sich, vom Höhenunterschied sind aber erst ein gutes Viertel geschafft. Übernachtung und Halbpension auf der Reintalangerhütte.
2. Tag: Oberhalb der Reintaltangerhütte verschwindet bald das letzte Grün im Geröll und Moränenschutt. Kehre um Kehre steigt man zu 2.051 m hohen Knorrhütte, die wie ein letzter Vorposten der Zivilisation kanzelartig über dem Reintal thront. Man folgt weiter dem gut markierten Steig, der sich je nach Jahreszeit mal mehr mal weniger unter den Altschneeresten versteckt. Inmitten dieser eiszeitlichen Urlandschaft künden Lifte und der Bahnhof der Zugspitzbahn am Sonnalpin von der regen Erschließungsgeschichte an Deutschlands höchstem Berg. Aber das hat auch seine guten Seiten. Denn falls schlechtes Wetter droht oder einem Kondition und Höhe ein Schnippchen schlagen wollen, sind die Zahnradbahn oder die Gipfelseilbahn ein willkommenes Hilfs- oder Fluchtmittel. Die letzten dreihundert Höhenmeter sind die anspruchsvollsten des ganzen Anstieges. Anfangs mühsam und anstrengend durch steiles Geröll, später mit Drahtseilen versichert führt der Weg über zahlreiche Felsstufen auf den luftigen Südgrat und weiter zum Gipfel. Apropos Gipfel. Der tatsächliche Zugspitzgipfel ist der 2.962 m hohe Ostgipfel. Auf ihn führt von der Besucherplattform ein kurzer „Klettersteig“ mit einem besonders exponierten letzten Gipfelgrat bis zum markanten Kreuz. Die Anstrengungen der 6 – 7 Stunden Tour sind aber spätestens beim Ausblick von dem Zugspitzplatt über das Gipfelmeer wieder vergessen!
Hinweis zu Programmänderungen:
Alle Kurse und Führungen werden gewissenhaft organisiert und entsprechend der Sicherheitsstandards der Berg- und Skischule Vivalpin mit qualifizierten Fachkräften (z.B. Berg- und Skiführer, Bergwanderführer, o.ä.) durchgeführt. Eine Anpassung des vorläufigen Tourenprogramms ist aus sicherheitsrelevanten Gründen, wie z.B. schlechtem Wetter, gefährlichen Verhältnissen, unvorhergesehenen Naturereignissen oder ungenügenden Voraussetzungen der Teilnehmer:Innen möglich. Die Entscheidung für das endgültige Programm trifft der/ die Guide:In vor Ort.
- Trittsicherheit
- Kondition für sechs bis sieben Stunden Wandern (reine Gehzeit).
- Ausdauer und Kondition für bis zu 1.600 Hm im Aufstieg.
Informationen zur Einschätzung von Höhenmetern und Schwierigkeitsangaben findest du hier. Im Zweifel rufst du am besten in unserem Büro an oder schickst uns eine Email!

“Für den Weg der Erstbesteiger muss man etwas Zeit mitbringen und eine gute Kondition.
Die Eindrücke auf der Tour werden dich begeistern, ich kenne kaum eine abwechslungsreichere Tour.
Wie auch beim Anstieg übers Gatterl hast du am Gipfeltag ein Backup mit der Gipfelbahn. Damit kürzt du die letzten 300 und anstrengendsten Höhenmeter ab.”
Markus Vogl
Staatlich geprüfter Heeresbergführer
Mitglied im VIVALPIN Kompetenz-Team










