Alta Via Nr. 1 Dolomitenhöhenweg
Die Nr. 1 der Dolomitenhöhenwege
Benannt nach dem Geologen Déodat de Dolomieu wurden die Dolomiten im Jahr 2009 wegen ihrer einzigartigen Schönheit zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt. Die vor Jahrmillionen noch vom Meer umspülten Kalkriffe bilden dabei einen starken Kontrast zu den einladenden Südtiroler Tälern. Nirgendwo sonst sind grüne Wiesen, liebliche Almen, schroffe Felswände und kühne Gipfel auf so engem Raum vereint.
Genieße die einzigartige Landschaft der Dolomiten auf einer der schönsten, technisch einfachsten alpinen Durchquerungen. Die spektakuläre Route mit täglich wechselnden Eindrücken führt von Niederdorf am Pragser Wildsee bis nach Alleghe unter den Felsburg der Civetta. Bereits auf der ersten Etappe erlebst du beim Aufstieg über die „Ofenmauer“ richtiges Dolomiten-Ambiente. In den folgenden Tagen durchwanderst du den einzigartigen Fanes und Sennes Nationalpark, erlebst (mit etwas Wetterglück) vom Gipfel des 2756 m hohen Lagazuoi einen herrlichen Sonnenuntergang, wanderst zu den Riesen-Legosteinen der Cinque Torri und bestaunst aus sicherer Entfernung die größten Felswände der Dolomiten.
Zwischen den täglichen Höhepunkten darfst du dich auf schöne Wanderwege und Steige, auf herrliche Rastplätze an tiefblauen Seen und nicht zu vergessen auf gemütliche Hütten mit bester italienischer Küche freuen.
Programm und Ablauf
- Bergführer:in mit den entsprechenden Qualifikationen
- 5x Übernachtung auf Hütten und privaten Berggasthäusern
- 1xÜbernachtung im Hotel
- 6x reichhaltiges Frühstücksbüffet und mehrgängiges Abendmenü
- 2x Transfer
- Kostenlose Teilnahme an unserem Online Training: Alpenüberquerung – Vorbereitung
1. Tag: Treffpunkt in Niederdorf, Südtirol; Transfer zum einzigartigen Pragser Wildse und Aufstieg zur Seekofelhütte (2.126m). Wir wandern erst gemütlich am Seeufer entlang mit grandiosem Panoramablick auf die Pragser Dolomiten. Nun steht uns der erste Aufstieg der Tour bevor. Zunächst leicht, später etwas steiler werdend steigen wir auf die Ofenscharte. Von hier ist es zur Hütte nicht mehr weit. Aufstieg 950Hm / Abstieg 300Hm / Gehzeit 4h, ⇔ 9,4km
2. Tag: Zum Rifugio Sennes und nach Pederu (1.545m), durch das Val de Fanes zum Grünsee und zum Rif. Lavarella (2.050m). Der heutige Tag lädt uns nochmals ein das wunderbare Panorama des Naturparks Sennes-Fanes zu genießen. Wir schlendern über das Sennesplateau zum Rifugio Sennes und weiter in Richtung Plan de Lasta, von hier steil hinab zum Talschluss nach Pederü. Nach kurzer Einkehr in der Pederühütte nehmen wir den letzten Aufstieg des heutigen Tages in Angriff. Ein leichter Bergweg bringt uns mitten hinein in die Fanesgruppe. Die Lavaredohütte, idyllische zwischen Wiesen und lichten Wäldern gelegen, ist das heutige Tagesziel. Übernachtung auf dem Rifugio Lavarella (2.050m). Aufstieg 550Hm / Abstieg 650Hm / Gehzeit 3-4h, ⇔ 10,2km
3. Tag: Zum Lago di Limo und zur Alpe Fanes, weiter über Bergwege zur Forcella del Lago (2.480m) und hinauf zum Rif. Lagazuoi (2.756m). Gemütlich geht es zunächst über das Limojoch hinüber zur Fanesalm. Mit der Scharte Fuorcla da Lago haben wir erst ein Zwischenziel erreicht, es ist aber ein willkommener Platz für eine Rast. Weiter geht es vorbei am Lago die Lagazoui und nun dauerhaft ansteigend bis zu unserem heutigen Etappenziel. Die Aussicht von der Terrasse der Lagazouihütte ist wirklich grandios und sucht seinesgleichen. Übernachtung auf der Lagazouihütte (2.752m). Aufstieg 1.100Hm / Abstieg 420Hm / Gehzeit 5h, ⇔ 12,3km
4. Tag: Über den Passo Falzarego, vorbei an den Cinque Torri zum herrlich gelegenen Rif. Lago di Croda (2.042m) mit Panoramaausblick auf Cortina D´Ampezzo. Ein weiteres Highlight wartet auf dich. Wir steigen auf historischen Wegen der ehemaligen Dolomitenfront durch die Galleria de Lagazoui hinab Richtung Falzarego Pass. Wirklich beeindruckend, wie grausam das Leben in Kriegszeiten an der Dolomitenfront war. Nach einer Rast geht es weiter Richtung Cinque Torri Hütte. Über schönes Wiesengelände erreichen wir die am Lago Federa gelegene Unterkunft. Übernachtung im Rifugio Lago di Croda. Aufstieg 700Hm /Abstieg 1.350Hm / Gehzeit 5,5h, ⇔14km
5. Tag: Über Col Dura (2.293m), Passo Palafavera (1.634m) und Col Traversa (1.887m) zum Rif. Coldai (2.132m). Zunächst geht es hinauf auf die Fuorcla Ambrizola, dann leicht absteigend wir vorbei an der Rif. Citta di Fiume direkt unter den mächtige Abstürzen des Monte Pelmo 3.168m hindurch. Die Mittagsrast legen wir am Passo Staulanza ein. Von dort gilt es noch einige Höhenmeter zu unserem Etappenziel, dem Rifugio Coldai zu überwinden. Aufstieg 950Hm / Abstieg 850Hm / Gehzeit 6h, ⇔ 16,6km
6. Tag: Über den Col Coldai (2.191m) und den Col Mandro (2.023m) hinab zum Lago di Alleghe (966m). Der letzte Tag des Alta Via wartet nochmals mit einem Highlight auf. Du wanderst im Angesicht der mächtigen Nordabstürze der Civetta 3.220m, in der Alpingeschichte geschrieben wurde, zum Rifugio Tissi. Ein kurzer Kaffee-Stopp und schon geht es weiter zur Vazzolerhütte. Den Torre Venezia im Blick halten wir hier Mittagsrast bevor wir weiter bis zum Rifugio Trieste absteigen. Von dort Taxitransfer Richtung Alleghe. Ein schöner letzter gemeinsamer Abend und Übernachtung in Alleghe. Aufstieg 140Hm / Abstieg 1.250Hm / Gehzeit 2,5h, ⇔ 5,4km
7. Tag: Rücktransfer nach Niederdorf, Südtirol
Programmänderung: Alle Kurse und Führungen werden gewissenhaft organisiert und entsprechend der Sicherheitsstandards der Berg- und Skischule VIVALPIN mit qualifizierten Berg- und Skiführer:Innen durchgeführt. Eine Anpassung des bewährten Tourenprogramms ist aus sicherheitsrelevanten Gründen wie z.B. schlechtem Wetter, gefährlichen Verhältnissen oder ungenügenden Voraussetzungen der Teilnehmer:Innen möglich. Die Entscheidung für das endgültige Programm trifft der/die Bergführer:In vor Ort.
Du solltest über gute körperliche Verfassung, Schwindelfreiheit Ausdauer, und die entsprechende Kondition für die Tagesetappen mit ca. 8kg Gepäck verfügen. Dich erwarten tägliche Gehzeiten von ca. 6-8 Stunden und bis zu 1.000Hm (im Auf- und Abstieg). Eine gute Vorbereitung für mehrtägige Wanderungen ist die halbe Miete: Gewöhne dich an deine Bergschuhe und an das Tragen des Rucksacks. Am besten kannst du das auf Wanderungen mit vergleichbaren Höhenunterschieden trainieren. Außerdem empfehlen wir dir unser Intensivtraining Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

„Nicht umsonst ist der Alta Via, der „hohe Weg“, für viele auch die Nummer Eins der mehrtägigen Wandertouren. Nirgendwo sonst in den Alpen gibt es diese Kontraste zwischen extremen Felswänden und lieblichen Almlandschaften und Seen. Erstaunlich einfach sucht sich der Alta Via seinen Weg zwischen den Dreitausendern hindurch, wobei die Bewertung „erstaunlich einfach“ eher aus der Perspektive eines erfahrenen Bergsteigers zu sehen ist. Du solltest auf jeden Fall trittsicher und schwindelfrei sein und selbstredend die notwendige Kondition mitbringen, dann steht deiner Traumtour nichts mehr entgegen.“
Lisa Pütz
Bergwanderführerin
Mitglied im VIVALPIN Kompetenz-Team
Langjährige Ressortleiterin Bergschule